Die Linke Kiel lehnt olympische Spiele in Kiel weiterhin ab.

26. September 2026
Großes

Der DOSB hat mit seiner Entscheidung, sich mit München für die olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu bewerben, Kiel als Segelstandort mit ausgewählt. Die Linke Kiel lehnt olympische Segelwettbewerbe in Kiel weiter ab.

„In einer Stadt, in der die Mieten explodieren und durch eine rigide Spar- und Kürzungspolitik Schulen, Sporthallen und die soziale Infrastruktur verfallen, darf ein Prestigeprojekt wie Olympia nicht stattfinden. Die Politik hat die konkreten Nöte der Menschen, allen voran explodierende Wohn- und Lebenshaltungskosten, zu lösen und die Sparpolitik, die den sozialen Zusammenhalt in der Stadt zerstört, zu beenden“, stellt Johanna Klitzschmüller, Kreissprecherin Die Linke Kiel und Spitzenkandidatin für Die Linke SH zur Landtagswahl, klar.

Die Linke Kiel bezweifelt auch weiterhin den erhofften wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt, da es in anderen Ausrichterstädten zu keinem wirtschaftlichen Aufschwung aufgrund von Olympia kam. Zusätzlich sind die zu erwartenden Kosten für die Stadt Kiel, die für den Bürgerentscheid aufgeschlüsselt wurden, stark in Zweifel zu ziehen. Mit knappen Kassen in den Kommunen, beim Land und beim Bund kann sich die Stadt nicht auf Fördergelder verlassen und wird weitaus mehr Kosten zu stemmen haben.

„Auch in München und den anderen Bewerberstädten herrschen Mietennotstand, Sozialkahlschlag und Kürzungspolitik. Wir lehnen Olympia nicht nur in Kiel ab. Berlin hat es nach dem Wahlsieg der Linken vorgemacht und seine Olympiabewerbung zurückgezogen“, ergänzt Kreissprecher Jonas Thiel.