Vandalismus und Brandanschläge durch Rechtsextreme in Kiel und Flensburg

8. April 2026
Vandalismus und Brandanschläge durch Rechtsextreme in Kiel und Flensburg. Hintergund: Foto der entsprechend beschmierten und beklebten Tür des Linken Ecks

Am Osterwochenende wurde das Linke Eck in Kiel-Gaarden, das u.a. das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Tamara Mazzi und die Geschäftsstellen der Linken Kiel und SH beherbergt, Ziel von rechtsextremem Vandalismus durch Aufkleber und Sprayereien. 

Dies ist kein isoliertes Ereignis: In Kiel wurde auch das Parteibüro der Kieler SPD derart verunstaltet, in Flensburg blieb es nicht bei Schmiereien und Stickern an den Büros der Grünen, der SPD, der CDU, des SSW und der Linken sowie am Infoladen Subtilus, sondern es wurden auch Brandanschläge auf die Büros von Linke, Grüne und SPD verübt, die glücklicherweise misslangen.

„Allen Betroffenen gilt unsere volle Solidarität“, erklärt Johanna Klitzschmüller, Kreissprecherin der Linken Kiel. „Wir sind entsetzt, dass die Täter nicht einmal davor zurückschreckten, das Leben der Menschen in den über ihren Zielen gelegenen Wohnungen zu gefährden, und gleichzeitig erleichtert, dass es nicht zu Schlimmerem als Sachschäden gekommen ist.“

Die Taten wurden zur Anzeige gebracht und Ermittlungen wurden eingeleitet.

Anhand von Daten und Optik ist offensichtlich, dass es sich hierbei um eine konzertierte Aktion organisierter Strukturen handelt, die sich gegen demokratische Parteien und Werte richtet.

Jonas Thiel, Kreissprecher, stellt klar: „Diese Einschüchterungsversuche haben vor allem einen Effekt: Sie bestärken uns in unserem Engagement gegen Rechts, für Demokratie, für eine friedliche und solidarische Gesellschaft.“