Am 08. März ist Internationaler Frauen*-Tag.
Dieser Tag wird heute oft entpolitisiert und kommerzialisiert – als Marketinganlass für Unternehmen und auch als Bühne für reiche Frauen, während die echten Kämpfe von Frauen und die Geschichte des Tages in den Hintergrund treten.
Ursprünglich war der 08. März ein sozialistischer Feiertag von und für die Frauen der arbeitenden Klasse. Ins Leben gerufen wurde er von Sozialistinnen wie Clara Zetkin und Alexandra Kollontai im Jahr 1910 und sollte Frauen dazu ermutigen, sich der Arbeiterbewegung anzuschließen und sie auch als ihre eigene zu sehen.
Es war ein Tag für arbeitende Frauen, um für ihre Interessen – für eine Welt ohne Armut, ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung – einzustehen. Auch gegen reiche und mächtige Frauen, die von den Sorgen und Nöten derjenigen nichts wissen wollten, die neben dem allgegenwärtigen Sexismus auch mit zu niedrigen Löhnen und der täglichen Schufterei im Haushalt zu kämpfen hatten.
Heute, wo der Angriff auf den Sozialstaat und den 8-Stunden-Tag besonders Frauen trifft und der gesellschaftliche Rechtsruck hart erkämpfte Schritte in Richtung Gleichberechtigung bedroht, ist es mehr als notwendig, diese Tradition wiederzubeleben.
Deshalb heraus zum Internationalen Frauen*-Tag am 08. März und zum Streik am 09. März!
Wir als Die Linke wollen dort mit möglichst vielen Menschen vertreten sein. Wir laden alle dazu ein, mit uns mitzulaufen, die einen feministischen Kampftag wollen, der weder die vielen Frauen im Handel vernachlässigt, die gerade für bitter nötige Lohnerhöhungen kämpfen, noch die Frauen in Gaza verrät, die immer noch um Babynahrung und Hygieneartikel bangen müssen.
Auch Sympathisant*innen, die einfach nur einen solidarischen 08. und 09. März wollen, sind herzlich willkommen!
Wir treffen uns
• zur Demo zum feministischen Kampftag (Laufdemo) am 8. März um 12 Uhr am Platz der Kinderrechte
• zum intersektionalen feministischen Frauen*Streik (Laufdemo) am 9. März um 14:30 Uhr am Dreiecksplatz.