Soli-Erklärung zum TV-L-Streik

15. Januar 2026
Streik im TV-L: Wir stehen an eurer Seite! Als Hintergrund ein Bild von Genoss*innen bei der Streik-Soli vor dem Kieler Gewerkschaftshaus

Am 9. Dezember 2025 gab es die ersten Demos zu der aktuellen Tarifrunde im öffentlichen Dienst in Kiel. Beteiligt waren u. a. die Gewerkschaften ver.di Nord, GdP, IG BAU und die GEW. Diese Tarifrunde betrifft 83.945 Landesbeschäftigte (38.885 Tarifbeschäftigte, 45.000 Landesbeamt*innen und ca. 5.360 kommunale Beamt*innen).

Die Forderung von sieben Prozent mehr Geld im Monat; mindestens aber 300 € zusätzlich für die unteren Lohngruppen sowie 200 € monatlich für „Nachwuchskräfte“, die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung, die Steigerung der Zeitzuschläge um 20 % – und das Ganze bei einer Laufzeit von 12 Monaten – ist mehr als gerecht. Das Geld muss reichen, um die Miete bezahlen zu können, täglich warm zu essen, die Krankenkassenbeiträge zu leisten und am kulturellen Leben teilhaben zu können.

Das Angebot der Länderarbeitgeber am 4.12.2025 – nada, nix! Das muss anders werden! Wir brauchen das Geld, um menschenwürdig leben zu können! Ein funktionierender öffentlicher Dienst ist nur so gut wie seine Beschäftigten und seine Ausstattung.

Kindergärten, Bibliotheken, Schwimmbäder, öffentliche Verwaltung, Krankenhäuser, Pflegeheime, Feuerwehr, Polizei, Winterdienst und vieles mehr – ihr Beschäftigten seid unverzichtbar für unsere Gesellschaft.

Das Geld ist da, wenn die Bundesregierung und die Landesregierungen die Mittel gerechter verteilen und nicht alles in die Rüstung und die Taschen der Superreichen schieben. Die Regierung definiert die Aufgabenpakete für die Kommunen und die Länder, nur das Geld dafür kommt unten nicht an!

Wir solidarisieren uns mit euch und wünschen euch viel Kraft beim Kampf um gerechtere Löhne und Arbeitsbedingungen.