Wohnraum statt Kriegshafen! Kein Verkauf des MFG-5-Geländes!

27. August 2025
Quelle: Ann TeegenAussicht auf dem MFG-Gelände von der Straße Richtung Skatepark und Förde

Wohngebiet statt Angriffsziel

Auf dem ehemaligen MFG-5-Gelände entscheidet sich Kiels Zukunft. Dort sollen 2.250 Wohnungen entstehen, für über 5.000 Menschen – davon 1.000 bezahlbar für Menschen mit wenig Geld. Kiel steckt in einer Wohnungsnot und dieses Gelände ist die größte Chance, die Lage zu verbessern.

Ein Verkauf an die Bundeswehr würde diesen Plan zerstören und Kiel zu einem Angriffsziel machen.

Ein Ort für alle Kieler*innen

Das MFG-5-Gelände ist schon heute ein beliebter Ort zum Spazierengehen, Picknicken und Radfahren. Seit es geöffnet wurde, ist die Lebensqualität in Friedrichsort und Holtenau deutlich gestiegen. Auch jetzt wohnen dort bereits Menschen – etwa in der Schwentineflotte oder auf dem Wagenplatz Schlagloch. Die Geflüchteten, die dort leben, brauchen ebenfalls dringend Wohnungen.

Dieses öffentliche Stück Stadt darf nicht hinter Kasernenzäunen verschwinden.

Bundeswehr statt Stadtentwicklung? Nein!

Die Pläne, bis zu 2.000 Soldat*innen dort anzusiedeln, würden jede zivile Nutzung verhindern. Das ist keine mögliche „Mischnutzung“, sondern eine Verdrängung!

Kiel braucht Wohnungen, keine neue Militärbasis. Wir sagen: Das Gelände muss in städtischer Hand bleiben.

Falsche Prioritäten

Während in Kiel eine Haushaltssperre gilt, fließen unendlich viele Steuergelder in Aufrüstung. Die NATO-Staaten sind Russland schon heute militärisch weit überlegen. Mehr Waffen schaffen keine Sicherheit – sie verschärfen Spannungen.

Geld für Wohnungsbau und soziale Projekte ist das, was wirklich Sicherheit bringt und sozialen Zusammenhalt schafft.

Kein Ausverkauf der Stadt

Das Gelände wurde von der Stadt für 30 Millionen Euro gekauft und es wurden bereits Millionen in Planung und Erschließung investiert. Seit über einem Jahrzehnt läuft das Beteiligungs- und Entwicklungsverfahren für Holtenau-Ost.

Ein Verkauf an die Bundeswehr wäre nicht nur ein Rückschritt, sondern ein Verlust für die ganze Stadt. Außerdem würde Kiel eine Rückzahlung von Städtebau-Fördermitteln drohen.