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Gaarden hoch 10: Gentrifizierung und Mietwucher

29. März 2018

Stefan Rudau und Björn Thoroe zu Gentrifizierung in Gaarden: „Stadt Kiel und Vonovia sorgen Hand in Hand für Mieten, die wir als Wucher empfinden! – Das Stadtkonzept „Gaarden hoch 10“ blendet die Perspektive der in Gaarden lebenden Menschen komplett aus!“

Im Rahmen von Gaarden hoch 10 planen die Stadt Kiel und der Wohnungskonzern Vonovia eine „Weiterentwicklung“ der Wohnungen im Sandkrug. Vonovia will die Wohnungen sanieren und die Stadt hat sich verpflichtet die Umgebung der Wohnungen aufzuhübschen. Was das bedeutet wird nun anhand einer Wohnungsanzeige deutlich, die im Internet von Vonovia geschaltet worden ist. Ab Juni werden dort Wohnungen für 9 Euro pro Quadratmeter ohne jegliche Nebenkosten angeboten. Incl. Nebenkosten und Heizung beträgt die Miete im Sandkrug zukünftig sagenhafte 12 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen die Mietpreise weit über den aktuellen Mietobergrenzen für Hartz IV – Bezieher_innen. Diese werden bewusst verdrängt. Der aktuelle Mietspiegel in diesem Bereich liegt zudem bei rund 6 Euro.

Die Direktkandidaten der LINKEN in Gaarden, Björn Thoroe und Stefan Rudau, der auch als Spitzenkandidat der LINKEN zur Kommunalwahl antritt, kritisieren diese Entwicklung aufs Schärfste: „Als wir die Wohnungsanzeige gesehen haben, konnten wir unseren Augen nicht trauen. Die Stadt hat sich offensichtlich von Vonovia über den Tisch ziehen lassen und keine Vereinbarung über die künftigen Mieten im Sandkrug mit Vonovia abgeschlossen. Stattdessen trägt sie mit der Vereinbarung die Gegend aufzuwerten zur Verdrängung der Gaardener Bevölkerung bei. Stadt Kiel und Vonovia sorgen Hand in Hand für Mieten, die wir als Wucher empfinden.“

Abschließend äußern sich die beiden zum Gesamtkonzept Gaarden hoch 10: „Erstes Ziel von Gaarden hoch 10 ist die Aufwertung von Gaarden. Die Perspektive der zurzeit in Gaarden lebenden Menschen wird komplett ausgeblendet. DIE LINKE wird sich in Gaarden dafür einsetzen, dass die soziale Infrastruktur ausgebaut wird, mehr Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche geschaffen werden und eine öffentliche Wohnungsbaugesellschaft, Wohnungen zu Preisen anbietet, die sich die Gaardener Bevölkerung leisten kann.“